Griechenland / Kykladen / Naxos, Donousa, Koufonisi, Ios, Sxoinousa, Antiparos, Paros (ca. 2.5 km südwestlich von Naoussa) sowie kleine Eilande vor der Nord und Nordost-Küste von Paros, Iraklia, Sikinos, Kardiotissa, Pholegandros. 

Unterart:

Podarcis erhardii naxensis  (WERNER, 1899)


Taxonomische Hinweise:

Die Populationen vom Santorin-Archipel werden nach WETTSTEIN (1953 u. 1957) üblicher Weise zur Unterart „naxensis“ gestellt. Von Dr. Werner Mayer (Naturhistorisches Museum Wien) haben wir die nachfolgende Mitteilung erhalten, weshalb wir die Tiere des Santorin-Archipel nicht unter „naxensis“ sondern unter „ssp.“ einsortiert haben.

Die alte Insel `Alt-Santorin` ist im Zuge eines gewaltigen Vulkanausbruchs im 17. vorchristlichen Jahrhundert explodiert und hat die heutige Caldera hinterlassen. Auf dem Rand, den heutigen Inseln Thira (=Santorini oder Santorin) und Thisasia, wurden gewaltige Bimsstein- und Asche-Massen abgelagert. Mit einem Überleben irgendwelcher Tiere und Pflanzen wird nicht gerechnet. Also musste die Insel wieder neu besiedelt worden sein, sicher zum Teil durch Verschleppung durch den Menschen. Es gibt DNA-Untersuchungen von Griechen (Poulakakis et al. 2005 - Phylogenetic relationships and biogeography of Podarcis species from the Balkan Peninsula, by bayesian and maximum likelihood analyses of mitochondrial DNA sequences - Mol. Phylogenet. Evol. 37: 845-857). Wir haben aber auch einige eigene Resultate, die zeigen, dass auf Thira Tiere aus Andros (und nach den Griechen aus dem östlich gelegenen Anafi) und auf Thirasia übereinstimmend aus Anafi stammend vorkommen.